Kieferorthopädie

Kieferorthopädie (KFO) ist ein Spezialgebiet der Zahnmedizin, das sich mit der Vorbeugung und Behandlung von Fehlentwicklungen des Kiefers, der Zähne oder des Kausystems beschäftigt. Bei einer kieferorthopädischen Behandlung werden Zähne mittels einer Apparatur (auch „Zahnspange“ oder „Klammer" genannt) an die gewünschte Stelle verschoben. Je nach Ausprägung der Fehlstellung kann die Behandlung entweder mit herausnehmbaren oder festsitzenden Zahnspangen durchgeführt werden.

Da es eine große Vielfalt an möglichen Zahn- und Kieferfehlstellungen gibt, bedarf es eines Spezialisten auf diesem Gebiet – den Kieferorthopäden. Der Kieferorthopäde ist ein Zahnarzt, der sich nach abgeschlossenem Studium der Zahnmedizin auf das Fachgebiet „Kieferorthopädie“ spezialisiert hat. Die ganztägige Weiterbildung zum Kieferorthopäden dauert 4 – 5 Jahre (die meiste Zeit an der Universität) und wird mit einer Prüfung vor dem Ausschuss der Zahnärztekammer abgelegt. Nur eine bestandene Prüfung berechtigt zum Titel "Kieferorthopäde“ oder „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie".